Grafikkartendicke und Breite: gekoppelte Grenzen beachten
Dicke, Breite und CPU-Kühlerraum in einer gemeinsamen Gehäusekonfiguration lesen statt unabhängige Maximalwerte zu kombinieren.
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Eine Grafikkarte braucht einen dreidimensionalen Vergleich
Die passende Länge genügt nicht, wenn die Karte zu breit oder zu dick für den vorgesehenen Innenraum ist. Notieren Sie die vollständigen Abmessungen der exakten Kartenvariante und klären Sie, wie der Gehäusehersteller Breite beziehungsweise Höhe in seiner Tabelle bezeichnet. Unterschiedliche Perspektiven in Zeichnungen können sonst dieselbe Richtung verschieden benennen. Eine ungefähre Slotangabe ist kein Ersatz für die relevante Maßzeichnung. Die Bilder dienen der Anschauung einer separaten Karte und eines Gehäuses. Sie sind keine gemeinsam geprüfte Kombination. Dieser Ratgeber ermittelt weder einen sicheren Abstand zu Lüftern noch eine zulässige Kabelbiegung aus einem Foto.
Fractal: Terra-Kompatibilität und gekoppelte Abmessungen ↗ Fractal: Terra-Spezifikation ↗

Die gekoppelte Tabelle Zeile und Spalte zugleich lesen
Beim Fractal Terra verändert die bewegliche Mittelplatte die Aufteilung zwischen CPU- und Grafikkartenraum. Die Supporttabelle unterscheidet sieben Positionen und zusätzlich die dort bezeichnete Kartenbreite. In Position 7 nennt sie 48 mm CPU-Kühlerraum und bis zu 72 mm Kartendicke bei höchstens 131 mm Kartenbreite. Für die breitere 145-mm-Kategorie sind in derselben Position 62 mm Kartendicke angegeben. Diese zusammengehörigen Werte dürfen nicht voneinander getrennt oder als allgemeine Grenzwerte verwendet werden. Die Herstellerübersicht ist ein Beispiel für gekoppelte Geometrie. Für den tatsächlichen Kauf müssen die vollständige Tabelle und die konkrete Maßzeichnung übereinstimmen, nicht nur eine einzelne günstige Zelle.
Den CPU-Bereich gleichzeitig im Plan behalten
Eine Raumvergrößerung für die Grafikkarte kann im beschriebenen Terra-Aufbau den CPU-Kühlerraum verkleinern. Deshalb wird nicht zunächst die dickste mögliche Karte gewählt und anschließend unabhängig der höchste mögliche Kühler ergänzt. Notieren Sie beide Anforderungen in derselben Spalte des Raumplans. Ein hypothetischer CPU-Kühler mit 50 mm vollständiger Höhe würde eine dokumentierte Grenze von 48 mm um 2 mm überschreiten. Diese erfundene Kühlerhöhe ist keine Empfehlung und kein reales Produkt. Die Subtraktion macht eine Abweichung sichtbar, kann aber keine andere Mittelplattenposition mit den dort vielleicht veränderten Grafikkartenbedingungen automatisch freigeben.

Anschlusszugang als zusätzliches Prüffeld führen
Selbst eine Karte innerhalb der Tabellenmaße benötigt den vorgesehenen Anschlussweg und die passenden Leitungen. Verwenden Sie hierfür die genaue Karten- und Netzteildokumentation, keine selbst gewählte Abstandszahl aus einem fremden Aufbau. Das geschlossene Netzteilfoto verdeutlicht, dass die Versorgung eine eigene Baugruppe bleibt. Unser Maßwerkzeug kann einen ausdrücklich gewählten Zusatzbedarf rechnerisch berücksichtigen, legt ihn aber nicht fachlich fest. Falls eine Zeichnung die notwendige Richtung nicht eindeutig benennt, bleibt diese Frage offen. Eine positive Millimeterdifferenz bestätigt weder die sichere Handhabung des Steckers noch Kühlleistung, Geräuschverhalten oder einen vollständig zugänglichen Wartungsraum im fertigen Rechner.
Fractal: Terra-Kompatibilität und gekoppelte Abmessungen ↗ Fractal: Terra-Spezifikation ↗

Mit einem gemeinsamen Konfigurationsblatt bestellen
Der abschließende Datensatz enthält Kartenmodell, Länge, Dicke, Breite, Gehäuseposition und die gesamte CPU-Kühleranordnung. Markieren Sie bei jeder Angabe die passende Quelle. Nach einem Wechsel der Kartenvariante oder der Kühlung muss derselbe gemeinsame Vergleich erneut gelesen werden. Eine ältere Teileliste kann dann nicht unverändert als Freigabe gelten. Halten Sie ausdrücklich fest, welche Aufgabe noch ungelöst ist, statt mit dem jeweils größten Tabellenwert weiterzurechnen. Die richtige Einkaufsentscheidung entsteht durch eine zusammenhängende Geometrie. Dieser Artikel liefert keine Montageempfehlung für ein konkretes nicht geprüftes System, sondern zeigt, weshalb voneinander unabhängige Maxima bei einem gekoppelten kleinen Gehäuse keine gleichzeitig nutzbare Konfiguration ergeben müssen.


